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Tobias Zielony
Vele
Sep 17–Nov 7, 2010
In the context of "GrenzGebietRuhr", a project by the European Capital of Culture RUHR.2010

 

Tobias Zielony fotografiert Menschen in ihrem Umfeld und im alltäglichen Umgang miteinander. Er begibt sich an die Peripherie moderner Großstädte, an Orte zum Beispiel, wo Jugendliche abends „rumhängen“. Dabei interessiert ihn nicht der Aspekt einer „sozialen Realität“, die ein Bildjournalist dort dokumentieren könnte, sondern vielmehr „die Art wie sie herumstehen. Es ist diese völlig beiläufige Form des Sozialen“, die den Künstler fasziniert. Marseille, Bristol, Halle-Neustadt: Unabhängig von lokalen Gegebenheiten, die an solchen Nicht-Orten häufig verschwimmen, werden Konstanten erkennbar, die sich zu Formen einer globalisierten Subkultur ausbilden. Für seine Fotoserien arbeitet Tobias Zielony über einen längeren Zeitraum unmittelbar vor Ort, spricht mit den Menschen, hält sich mit ihnen auf. Die kunstvollen Aufnahmen zeichnen sich aus durch eine spezifische Mischung von intimer Nähe und beobachtender Distanz. Für "Big Sexyland" beispielsweise verbrachte der Künstler mehrere Monate in Berlin, um in einem Pornokino und einem dort angrenzenden Park zu fotografieren. Die Serie "Trona" handelt vom Leben in einem Ort am Rande von L.A., wo die Stadt in die Wüste übergeht. Auch im Ruhrgebiet spürt Zielony Grenzverläufen urbaner Mikro- und Makrostrukturen nach. Die Ausstellung im Dortmunder Kunstverein ist ein Beitrag zum gemeinsamen Projekt der Kunstvereine Ruhrregion / GrenzGebietRuhr im Rahmen der europäischen Kulturhauptstadt Ruhr 2010.


Quelle: Dortmunder Kunstverein